
Eisenmangel: Symptome, Ursachen und was du tun kannst
Kurz gesagt: Ständige Müdigkeit kann an Eisenmangel liegen. Lass erst den Wert im Blut messen, bevor du Tabletten nimmst.
Du schläfst genug und bist trotzdem ständig müde? Du frierst schnell, die Haare fallen aus und beim Treppensteigen geht dir die Puste aus? Hinter solchen Beschwerden kann ein Eisenmangel stecken, einer der häufigsten Nährstoffmängel überhaupt.
Typische Anzeichen
- Anhaltende Müdigkeit und Abgeschlagenheit
- Blasse Haut und blasse Schleimhäute
- Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrationsprobleme
- Brüchige Nägel, Haarausfall, eingerissene Mundwinkel
- Kurzatmigkeit bei geringer Belastung, kalte Hände und Füße
Wer ist besonders gefährdet?
- Frauen mit starker Periode
- Schwangere und Stillende
- Menschen mit vegetarischer oder veganer Ernährung
- Ausdauersportler
- Menschen mit Magen-Darm-Erkrankungen oder nach Operationen
Nicht auf Verdacht Tabletten nehmen
Ob wirklich ein Mangel vorliegt, zeigt eine Blutuntersuchung, vor allem der Ferritin-Wert (Eisenspeicher) und das Hämoglobin. Zu viel Eisen kann schaden, deshalb sollte die Einnahme nicht auf eigene Faust erfolgen. Lass erst abklären, warum das Eisen fehlt, denn auch Blutverlust im Magen-Darm-Trakt kann die Ursache sein.
Was hilft über die Ernährung?
- Tierisches Eisen: Rotes Fleisch, Leber, Geflügel – wird gut aufgenommen.
- Pflanzliches Eisen: Hülsenfrüchte, Haferflocken, Hirse, Kürbiskerne, Spinat – wird schlechter aufgenommen.
- Vitamin C dazu: Ein Glas Orangensaft oder Paprika zur Mahlzeit verbessert die Aufnahme.
- Kaffee und schwarzer Tee zum Essen hemmen die Aufnahme, besser mit einer Stunde Abstand trinken.
Wenn Eisenpräparate nötig sind
- Dosierung und Dauer ärztlich festlegen lassen.
- Nüchtern nehmen wirkt besser, bei Magenproblemen darf es zum Essen sein.
- Nicht mit Milchprodukten, Calcium, Kaffee oder Tee zusammen einnehmen.
- Stuhl färbt sich dunkel, das ist normal. Bei Übelkeit oder Verstopfung frag nach einem verträglicheren Präparat.
- Kontrolliere nach einigen Wochen den Wert, damit du nicht zu lange einnimmst.
Mehr zu Ergänzungen: Vitamin D im Winter und Magnesium.
Dieser Beitrag ersetzt keine persönliche Beratung. Bei Fragen zu deinen Medikamenten hilft dir deine Apotheke vor Ort – hier findest du eine Apotheke in deiner Nähe.
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