
Laktose, Gluten und Co.: Woran du eine Unverträglichkeit erkennst
Kurz gesagt: Lass dich testen, bevor du Milch oder Gluten weglässt. Allergie, Intoleranz und Zöliakie sind verschiedene Dinge.
Blähbauch, Durchfall oder Krämpfe nach dem Frühstück: Viele vermuten sofort eine Unverträglichkeit und lassen Milch oder Brot einfach weg. Das kann sinnvoll sein, kann aber auch in die Irre führen. Erst die Diagnose zeigt, was wirklich dahintersteckt.
Allergie, Intoleranz, Zöliakie: der Unterschied
- Allergie: Das Immunsystem reagiert auf ein Eiweiß, teils schon bei kleinsten Mengen, mit Ausschlag, Schwellung oder Atemnot. Kann gefährlich werden.
- Intoleranz: Der Körper kann einen Stoff nicht richtig verarbeiten, zum Beispiel Milchzucker bei Laktoseintoleranz. Das ist unangenehm, aber nicht gefährlich.
- Zöliakie: Eine Autoimmunerkrankung, bei der Gluten die Darmschleimhaut schädigt. Sie braucht lebenslang eine strikt glutenfreie Ernährung.
Laktoseintoleranz
Typisch sind Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall etwa 30 Minuten bis zwei Stunden nach Milchprodukten. Viele Betroffene vertragen kleine Mengen, Hartkäse und Joghurt oft gut. Laktasetabletten können beim Essen auswärts helfen, laktosefreie Produkte sind überall erhältlich.
Gluten: Zöliakie oder Empfindlichkeit?
Bei Zöliakie kommen Durchfall, Gewichtsverlust, Müdigkeit, Eisenmangel oder Hautausschlag vor. Wichtig: Lass dich testen, bevor du Gluten weglässt. Der Bluttest funktioniert nur zuverlässig, solange du noch Gluten isst. Daneben gibt es eine Glutensensitivität ohne Zöliakie, deren Ursache noch nicht klar ist.
So findest du es heraus
- Führe zwei Wochen ein Ernährungs- und Symptomtagebuch.
- Sprich mit deiner Hausärztin, bei Verdacht auf Zöliakie oder Allergie mit einem Facharzt.
- Mögliche Untersuchungen: Bluttest, Atemtest (bei Laktose und Fruktose), Hauttest, bei Zöliakie ggf. Darmspiegelung.
- Streiche Lebensmittel nur gezielt und begleitet, damit dir keine Nährstoffe fehlen.
Wann sofort zum Arzt?
Bei Atemnot, Schwellungen im Gesicht oder starkem Schwindel nach dem Essen sofort den Notruf 112 wählen. Auch ungewollter Gewichtsverlust, Blut im Stuhl oder anhaltender Durchfall gehören abgeklärt.
Mehr zu Nahrungsergänzung bei Mängeln: Eisenmangel und Sodbrennen.
Dieser Beitrag ersetzt keine persönliche Beratung. Bei Fragen zu deinen Medikamenten hilft dir deine Apotheke vor Ort – hier findest du eine Apotheke in deiner Nähe.
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