Frau mit Allergiesymptomen auf dem Sofa

Sonnenallergie: Erkennen, behandeln und vorbeugen

Kurz gesagt: Juckende Bläschen nach der Sonne sind oft eine Sonnenallergie. Kühlen, Sonne meiden und die Haut langsam gewöhnen.

Der erste sonnige Tag, ein Nachmittag im Freien, und am Abend jucken Arme und Dekolleté, kleine Bläschen oder rote Flecken zeigen sich. Das ist keine gewöhnliche Rötung, das kann eine Sonnenallergie sein.

Was ist eine Sonnenallergie?

Fachleute sprechen meist von polymorpher Lichtdermatose. Die Haut reagiert auf UV-Strahlung überempfindlich, typischerweise im Frühling oder Frühsommer, wenn die Haut noch nicht an Licht gewöhnt ist. Sie zeigt sich mit Juckreiz, roten Flecken, Knötchen oder Bläschen an Stellen, die länger nicht der Sonne ausgesetzt waren: Dekolleté, Arme, Handrücken.

Sonnenbrand oder Sonnenallergie?

  • Sonnenbrand zeigt sich gleichmäßig an allen bestrahlten Stellen, ist heiß und schmerzhaft.
  • Sonnenallergie juckt eher, zeigt Bläschen oder Quaddeln und erscheint oft erst Stunden bis Tage später. Sie kann auch hinter Fensterscheiben auftreten.

Was hilft akut?

  1. Raus aus der Sonne und die Haut kühlen, zum Beispiel mit kühlen Umschlägen.
  2. Feuchtigkeitsspendende, kühlende Gels oder Lotionen ohne Duftstoffe auftragen.
  3. Bei starkem Juckreiz kann die Apotheke Antihistaminika oder eine kortisonhaltige Creme empfehlen, nur kurz und nach Anleitung.
  4. Bei großflächigen Reaktionen, Fieber oder Schwellungen im Gesicht ärztlichen Rat holen.

Wie du vorbeugst

  • Haut langsam gewöhnen: Die ersten Sonnentage kurz bleiben, Mittagssonne meiden.
  • Sonnenschutz mit hohem LSF und UVA-Schutz, großzügig und regelmäßig auftragen. Wähle bei empfindlicher Haut Produkte ohne Duft- und Konservierungsstoffe.
  • Kleidung: Luftige, bedeckende Kleidung und Hut.
  • Medikamente prüfen: Manche Arzneimittel, etwa einige Antibiotika, entwässernde Mittel oder Johanniskraut, machen die Haut lichtempfindlicher. Frag in der Apotheke nach.

Mehr dazu: Erste Hilfe bei Sonnenbrand und Insektenstichen und Allergie im Frühling.

Dieser Beitrag ersetzt keine persönliche Beratung. Bei Fragen zu deinen Medikamenten hilft dir deine Apotheke vor Ort – hier findest du eine Apotheke in deiner Nähe.

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