
Trockener Husten oder verschleimter Husten: Was hilft jeweils?
Kurz gesagt: Trockener Husten braucht Reizlinderung, verschleimter Husten braucht Schleimlöser. Nimm nicht beides gleichzeitig.
Husten ist nicht gleich Husten. Wer bei verschleimtem Husten einen Hustenstiller nimmt, macht es oft schlimmer. Deshalb lohnt sich der Blick darauf, welche Art von Husten du gerade hast.
Trockener Reizhusten
Er kratzt, bellt und bringt nichts hoch, oft nachts. Typisch am Anfang einer Erkältung oder bei gereizten Atemwegen.
- Hustenstiller dämpfen den Hustenreiz. Sinnvoll vor allem abends, damit du schlafen kannst.
- Reizlindernde Säfte und Lutschtabletten mit Spitzwegerich, Eibisch oder Isländisch Moos legen sich wie ein Film auf die Schleimhaut.
- Warme Getränke, Honig (nicht für Kinder unter einem Jahr) und feuchte Raumluft helfen zusätzlich.
Verschleimter Husten
Er klingt rasselnd und feucht, du hustest Schleim ab. Der Körper befreit die Atemwege, das ist grundsätzlich gewollt.
- Schleimlöser machen den Schleim dünnflüssiger, damit du ihn leichter abhustest.
- Viel trinken: mindestens zwei Liter Wasser oder Tee, sofern nichts dagegen spricht.
- Dampfinhalation mit Salzwasser kann das Lösen unterstützen.
- Keine Hustenstiller parallel einnehmen, außer ärztlich empfohlen, weil sich der Schleim sonst staut.
Wann solltest du zum Arzt?
- Husten länger als drei Wochen
- Atemnot, Brustschmerzen oder pfeifende Atmung
- Hohes Fieber oder Auswurf mit Blut
- Husten bei Kleinkindern mit Atemgeräuschen
In der Apotheke bekommst du eine Beratung, welches Mittel zu deinem Husten passt, vor allem wenn du andere Medikamente nimmst: Apotheke in deiner Nähe finden. Mehr: Erkältungszeit: Was hilft wirklich?
Dieser Beitrag ersetzt keine persönliche Beratung. Bei Fragen zu deinen Medikamenten hilft dir deine Apotheke vor Ort – hier findest du eine Apotheke in deiner Nähe.
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